Biblio-Trend 2012 in Hannover

Der Tag begann mit einem launigen Vortrag von Christian Hasiewicz. “Trends mit hoher Relevanz für Bibliotheken” spannte den Bogen vom digitalen Wettbewerb (“Anbieter und Angebote, die in das Feld der Bibliotheken vordringen, das Geschäftsmodell kopieren oder ein anderes dagegensetzen”) bis hin zu den heute obligatorischen sozialen Netzwerken.

Danach zeichnete Michael König das Bild von “Bibliotheken in der Cloud – Perspektiven Outsourcing, Hosting & Co”. Er stellte die Frage, ob wir bereit für die Cloud sind. Zwangsläufig, da wir mittlerweile eigentlich alle bereits in der Cloud sind. Ob als Kunde beim Freemailer oder bei der Nutzung als Online-Dateiablage.

Den Tag beschloß der Vortrag von Nikolaus Kirchsteiger aus der Stadtbibliothek Graz “Impulse und Praxis-Tipps für innovatives Bibliotheksmanagement aus der Stadtbibliothek Graz”. Hierauf hatte ich mich im besonderen gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Gibt es hier zum Download. Einiges werde ich selbst umsetzen und bei anderen schaue ich neidisch gen Süden.

Wem das hier zuwenig Text war, keine Sorge. Nach jeder Veranstaltung gibt es ein ausführliches Handout. Für mich war es ein gelungener Tag, auch wenn ich inhaltlich nicht viel Neues gehört habe. Aber der kollegiale Austausch während der Pausen war natürlich auch wieder von Vorteil ;-)

BibCamp 5 meets KnowledgeCamp 2012 – so war es für mich

Warum fährt man zum BibCamp? Abenteuer Bahn? Mal wieder ein unbekanntes Hotel? Die Hoffnung, der Sonne entgegen zu fahren? Weder noch. Die Hoffnung auf gute Sessions (es gab auch noch nie schlechte)? Natürlich, auch das. Fairerweise sollte ich sagen, die Sessions stehen für mich gar nicht im Mittelpunkt. Wie jedes Jahr reizt mich vielmehr die Mischung zwischen Schulausflug, Familienfeier und Kontaktbörse.

Aber ich schweife ab. Obwohl, eigentlich möchte ich hier gar nicht über die von mir besuchten Sessions referieren. Ich habe vieles aufgeschnappt, mir einige Gedanken gemacht, vieles wieder verworfen und einiges werde ich  wohl tatsächlich in meiner Bibliothek (Mitarbeiterführung, Benutzerschulung, QR-Codes…) umsetzen.

Eher zufällig kam ich dazu, selbst zwei Sessions anzubieten. Am Freitag mit dem Thema “Googele+ – schon tot?”. Hatte ich aber schon vorher ins Wiki geschrieben, damit es nicht nur Facebook gibt. Allerdings hatte ich bei der Raumvergabe nicht wirklich aufgepasst und so kam es, wie es kommen musste. Die Session wurde gestreamt und ist hier zu finden. Übriges zum Streaming: Etwas, was ich eigentlich unterstütze. Dieses Jahr zum ersten Mal beim BibCamp ausprobiert. Auch durchaus ein Angebot für Kollegen, die nicht live dabei sein konnten. Aber dazu gab es auch negative Stimmen, mittlerweile gehöre ich dazu, es widerspricht eigentlich meinem BarCamp-Verständnis.

Damit hatte ich eigentlich mein Pensum erfüllt. Eigentlich. Spontan habe ich dann am zweiten Tag, quasi in letzter Minute, eine Session zum Thema “QR-Codes” vorgeschlagen. Ich war total unvorbereitet, aber unter uns 20 Teilnehmern kam doch eine interessante Diskussion in Gang. Eine Menge Ideen sind bei mir jedenfalls hängen geblieben.

Wiederum eine klasse Miteinander, gute Verpflegung, Live-Musik, Poetry Jam und ein hammermäßiges Orga-Team. Das gibt es nur beim BibCamp. Nächstes Jahr übrigens in Nürnberg-Erlangen! Also Rostbratwürstchen satt. Aber eben nicht nur!