BibCamp 5 meets KnowledgeCamp 2012 – so war es für mich

Warum fährt man zum BibCamp? Abenteuer Bahn? Mal wieder ein unbekanntes Hotel? Die Hoffnung, der Sonne entgegen zu fahren? Weder noch. Die Hoffnung auf gute Sessions (es gab auch noch nie schlechte)? Natürlich, auch das. Fairerweise sollte ich sagen, die Sessions stehen für mich gar nicht im Mittelpunkt. Wie jedes Jahr reizt mich vielmehr die Mischung zwischen Schulausflug, Familienfeier und Kontaktbörse.

Aber ich schweife ab. Obwohl, eigentlich möchte ich hier gar nicht über die von mir besuchten Sessions referieren. Ich habe vieles aufgeschnappt, mir einige Gedanken gemacht, vieles wieder verworfen und einiges werde ich  wohl tatsächlich in meiner Bibliothek (Mitarbeiterführung, Benutzerschulung, QR-Codes…) umsetzen.

Eher zufällig kam ich dazu, selbst zwei Sessions anzubieten. Am Freitag mit dem Thema “Googele+ – schon tot?”. Hatte ich aber schon vorher ins Wiki geschrieben, damit es nicht nur Facebook gibt. Allerdings hatte ich bei der Raumvergabe nicht wirklich aufgepasst und so kam es, wie es kommen musste. Die Session wurde gestreamt und ist hier zu finden. Übriges zum Streaming: Etwas, was ich eigentlich unterstütze. Dieses Jahr zum ersten Mal beim BibCamp ausprobiert. Auch durchaus ein Angebot für Kollegen, die nicht live dabei sein konnten. Aber dazu gab es auch negative Stimmen, mittlerweile gehöre ich dazu, es widerspricht eigentlich meinem BarCamp-Verständnis.

Damit hatte ich eigentlich mein Pensum erfüllt. Eigentlich. Spontan habe ich dann am zweiten Tag, quasi in letzter Minute, eine Session zum Thema “QR-Codes” vorgeschlagen. Ich war total unvorbereitet, aber unter uns 20 Teilnehmern kam doch eine interessante Diskussion in Gang. Eine Menge Ideen sind bei mir jedenfalls hängen geblieben.

Wiederum eine klasse Miteinander, gute Verpflegung, Live-Musik, Poetry Jam und ein hammermäßiges Orga-Team. Das gibt es nur beim BibCamp. Nächstes Jahr übrigens in Nürnberg-Erlangen! Also Rostbratwürstchen satt. Aber eben nicht nur!

10 Wochen Motorola XOOM

Vor einem halben Jahr habe ich mir noch überlegt, ob man auf jeden Zug aufspringen muss. In diesem Fall die “Tablet-Euphorie”. Dann konnte ich doch nicht anders und habe zugeschlagen. Seitdem ist das Motorola Xoom mein ständiger Begleiter. Mein Smartphone ist schon neidisch ;-)

Eins sollte klar sein. Ein Tablet ist ein klassisches Gerät zum Konsumieren. Internet, Spiele, Videos, Musik – Content halt. Produktiv arbeiten? Mal eben kurz Mails gecheckt, kurzer Blogeintrag verfasst. Geht. Aber für längere Texte ist nach wie vor eine Hardware-Tastatur erforderlich. Meine Meinung. Aber ich schweife ab, direkt zum Gerät.

Das Motorola Xoom, ist vielleicht kein Design-Wunder, sieht aber gefällig aus. Etwa 3/4 des Gerät bestehen aus einem Aluminium-Chassis, etwa ein Viertel der Rückseite sind aus Kunststoff-Material mit Softgrip-Oberfläche, darin eingebettet: Ein/Aus-Schalter, Kamera, LED und Lautsprecher. Ich verzichte an dieser Stelle auf das Runterleiern der technischen Daten, die gibt es ja auch hier bei Motorola direkt. Die Verarbeitung ist tadellos, Spaltmaße einwandfrei, perfekt. Dank der Materialwahl ensteht auch das größte Manko, das Gewicht. Nahezu 750 Gramm können nach kurzer Zeit schwer werden, ziemlich schwer. Also sollte man immer eine Ablage in Reichweite haben, im Zweifel die eigenen Beine. Die Passform zum Halten ist einwandfrei, dank der “runden” Ecken.

Wenn sich auch bei den E-Book-Reader die 7-Zoll-Größe durchsetzt, ein Tablet macht erst mit 10 Zoll richtig Spaß. Ob nun im Web oder den meisten Spielen. Natürlich hat auch Motorola ein Spiegel-Display verbaut. Ab und zu säubern ist Pflicht, sieht sonst einfach häßlich aus. Für mich als Brillenträger nicht so ein Problem, habe ja immer Putztücher dabei ;-) Eine Schutzfolie war für mich kein Thema. Auflösung und Qualität des Displays sind sehr gut.

Die Rechenleistung, mal absolut subjektiv betrachtet, ist klasse. Das Handling des Betriebssystems sowie unzähliger Apps läuft einwandfrei. Irgendeinen Absturz hatte ich in der ganzen Zeit nie. Betriebssystem: Na klar, auf dem Xoom läuft Android (ab Werk: Version 3.0, mittlerweile 3.2), was ich mittlerweile nicht mehr missen möchte, ebenso wie auf meinem HTC Desire HD.

Als Zubehör würde ich unbedingt eine Case empfehlen, ich nutze das Snugg Xoom Case, mit dem man das Xoom auch aufrecht stellen kann. Auch wenn man theoretische jede Bluetooth-Tastatur benutzen kann, habe ich mich bewußt für die “originale” Motorola-Tastatur entschieden, weil sie diverse Funktionstasten zur besseren Bedienung bietet.

Ach ja, fast vergessen hätte ich die Akkulaufzeit. Bei einem Tablet nicht ganz unwichtig. Ich komme so auf 8-9 Stunden. Passt. Wer noch Fragen hat, darf kommentieren!

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