Kann ich mein Smartphone schützen?

Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden ist unsere Vorstellung von Sicherheit und Vertraulichkeit im Internet mehr als erschüttert. Nach bekannten Informationen scannt die US-Sicherheitsbehörde NSA nahezu den gesamten Webverkehr, kann ihn beliebig durchsuchen und knackt dabei viele bislang als vertrauenswürdig eingeschätzte Verschlüsselungsmethoden wie SSL- oder VPN-Verbindungen.

Müssen wir da eigentlich noch auf Datenschutz achten? – wenn der Big Brother ohnehin alles mitliest. Allemal, da für uns normale User eher die Cyberkriminellen die größere Bedrohung darstellen. Denn diese haben es direkt auf unsere Konten und digitalen Identitäten abgesehen.

Natürlich gibt es keinen absoluten Schutz. Doch auch Experten sind sich einig: Verschlüsselung von Nachrichten und Daten erschwert allen Spionen und Kriminellen ihr Geschäft zumindest deutlich. Edward Snowden setzt bei seiner E-Mail-Kommunikation selbst auch auf Verschlüsselungstools wie Open PGP. US-Kryptograph und Sicherheitsanalyst Bruce Schneier spricht gar bereits von einer „Bürgerpflicht zur Verschlüsselung”. Er rät dazu, bei der Internetnutzung wann immer möglich gesicherte Verbindungen einzusetzen. Zwar hätten die NSA und andere Geheimdienste einige der dafür vorgesehenen Verschlüsselungen bereits unterwandert. Doch das treffe längst nicht auf alle der für SSL- und VPN-Verbindungen genutzten Digitalschlüssel zu. Zudem sei die Entschlüsselung aufwendig und teuer – und es sei wichtig, den Geheimdiensten ihr Geschäft so schwer wie möglich zu machen. Letzten Endes sei man als Endanwender mit verschlüsselten Verbindungen immer noch besser geschützt, als wenn man ganz auf deren Einsatz verzichte.

Aber nun zum praktischen Einsatz auf dem Smartphone. Zu beachten ist, dass das Angebot an einschlägigen Tools für Android am größten ist – was auch damit zu tun hat, dass einige der genannten Apps ein Rooting voraussetzen. Auch für iOS sind mehrere Krypto-Apps verfügbar – systembedingt können sie allerdings nicht so tief in die Gerätesoftware eingreifen wie bei Android. Da ich derzeit nicht im Besitz von Geräten mit den Betriebssystemen Windows Phone und Blackberry bin, bleiben diese Systeme außen vor. Natürlich macht Verschlüsselung nur Sinn, wenn der Empfänger diesselbe App installiert hat, um die Verschlüsselung wieder aufheben zu können.

Security-Tools

APG
Download @
Google Play
Entwickler: Thialfihar
Preis: Kostenlos
Boxcryptor Classic
Download @
App Store
Entwickler: Secomba GmbH
Preis: Kostenlos
EDS Lite
Download @
Google Play
Entwickler: sovworks
Preis: Kostenlos
iPGMail
Download @
App Store
Entwickler: Wyllys Ingersoll
Preis: 1,79 €
Die App wurde nicht im Store gefunden. :-( #wpappbox

Anti-Viren-Lösungen

Avast (www.avast.com/de-de, kostenlos, Android, iOS)
Bitdefender (www.bitdefender.de, 7,95 Euro pro Jahr, Android)
G Data (www.gdata.de, 18,95 Euro pro Jahr, Android)
Kaspersky (www.kaspersky.com/de, 10,95 Euro pro Jahr, Android)
McAfee (www.mcafee.com/de, 29,99 Euro pro Jahr, Android)
Symantec (de.norton.com, 29,99 Euro pro Jahr, Android, iOS)
TrustGo (www.trustgo.com, kostenlos, Android)

Danke!

thomas_schaaf

Nun auch ich – Apple!

ipadmini

Es war immer so schön. Apple-Fanboys, pfui. Einst als Robin Hood belächelt, heute als Mega-Konzern gefürchtet. Mit einer, sagen wir einmal, nicht immer harmonischen Geschäftspolitik.

Deshalb, irgend etwas von Apple kaufen? Für mich nie ein Thema. Bis heute. Seit zwei Wochen bin ich stolzer (ja wirklich!) Besitzer ein iPad mini. Wirklich hervorragende Verarbeitung mit einem tollen Design. Ein Tablet in einer wirklich gut nutzbaren Größe. Selbst längere Texte kann ich problemlos darauf schreiben, obwohl ich eigentlich nach wie vor ein überzeugter Tastaturfetischist bin.

Zur Bedienung muss ich nicht viel sagen. Kannst du ein Tablet bedienen, kannst du alle bedienen. Fairerweise muss man sagen, dass iOS nur so flutscht. Keine Ruckler, alles absolut flüssig. Hier hat Android (selbst mit Version 4.0+) immer noch  Nachholbedarf. Die App-Auswahl im Store ist ohne Tadel, im Gegenteil, Apple dürfte hier einiges an Schrott herausfiltern. Meine Pendants aus der Android-Welt sind alle verfügbar, also alles gut. Das iPad mini ist von Anfang mein täglicher Begleiter und wird es auch auf absehbare Zeit bleiben.

Aber. Ja, das gibt es natürlich auch. Ich bin ein Bastler, schon immer gewesen. Nur das Hintergrundbild zu ändern reicht mir nicht. Definitiv nicht. Und das ist das größte Problem bei Apple. Icons ausblenden? Geht nicht. Widgets? Keine. Klar, was der Benutzer nicht ändern kann, kann er auch nicht veschlimmbessern. Aber hier muss sich Apple verändern, einem Betriebssystem, das sich seit 6 Jahren nahezu nicht verändert hat, gehört nicht die Zukunft.

Fazit: Neben meinen Android-Geräten nutze ich also auch “was von Apple”. Fanboy war ich nicht und werde es auch nicht. Von keiner Seite ;-)

P.S.: Liebe Freunde mit Apple-Stuff. In Zukunft gibt es von mir auch weniger Apple-Witze. Versprochen!