„Sprinti“ – oder: Irgendwie kommst du bestimmt ans Ziel

Busse weg, „Sprinti“ da – so der Plan. Eine unendliche Geschichte seit Juni 2021.

Von Anfang an habe ich mich versucht – ja, zu wehren. Eine existierende Busverbindung mal eben über Nacht einzustellen und dafür ein nicht erprobtes System einzuführen, macht natürlich Sinn. Nur welchen? Was spricht dagegen, mit Betroffenen vorher zu diskutieren? Zeigen und erklären, wie es funktioniert. Aber nein, nicht passiert.
Eine Politik, die eben mal so Pilotprojekt abnickt, welches ihr die Regionsverwaltung präsentiert. Schließlich werden da ordentlich Mittel eingesetzt, dann muss es doch funktionieren! Auch hier, ohne an die Betroffenen zu denken. Es wird schließlich alles nur besser!
Mittlerweile steht fest, der „Sprinti“ ist ein Erfolgsmodell. So liest und hört man es von der Region, der Politik und all denjenigen, die wahrscheinlich den „Sprinti“ nur vom Vorbeifahren kennen.
Es wäre alles so schön, wäre da nicht: Die Realität. Schmerzhaft, ehrlich und – irgendwie – ganz anders.
Ich möchte hier gar nicht die Vielzahl an Problem auflisten, sie sind bekannt. Aber wenn man nicht drüber redet, verschwinden sie bestimmt. Irgendwann.
Mein persönliches Fazit: Diskutiert, Mails geschrieben, sogar Briefe, telefoniert, Videos gemacht. Ergebnis: Null (na ja, es gibt immerhin zwei Busfahrten, die zusätzlich wieder regelmäßig stattfinden, immerhin). Ansonsten kannst du nichts erreichen – wenn die Entscheider es nicht wollen.
Also, ich rege mich weiterhin auf, nörgele rum – aber persönliche Zeit und Engagement reinstecken, warum? Es bringt doch nichts – und irgendwie bringt mich der „Sprinti“ dann doch noch nach Hause.


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