Filmkritik: Tim und Struppi

Wenn sich Filmgrößen wie Steven Spielberg und Peter Jackson zusammentun, um gemeinsam ein Filmprojekt zu realisieren, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Wenn es dazu noch um die Kinoversion des Comic-Klassikers “Tim und Struppi” des belgischen Zeichners Hergé geht, scheint der Erfolg vorprogrammiert zu sein.

Leider wird mit geballter, modernster Tricktechnik (dem Performance-Capture-Verfahren) die Geschichte nur noch Mittel zum Zweck. Außerdem das ganze 3D-Zeug, ohne den heute anscheinend kein Film mehr gedreht werden darf. Spielberg, selbst großer Tim und Struppi-Fan, hat sich von der Leichtigkeit seiner früheren Filme mittlerweile meilenweit entfernt.

Mit der von Hergé geprägten Ligne claire hat der Film nichts zu tun. Die Verpackung ist perfekt, Figuren und Geschichte bleiben seelenlos.

Sicherlich bietet der Film gute Unterhaltung, der Fan und Kenner des Stoffes wird sich enttäuscht abwenden. Schade, hier wäre weitaus mehr möglich gewesen!

Bild: (c) Sony Pictures

Das Motorola Xoom

Ok, ich habe es getan. Mir ein Tablet gekauft. Das Motorola Xoom. Das erste Tablet mit Android 3.0. Seit April 2011 in Deutschland erhältlich. Jetzt stellt man sich die Frage, warum kauft man ein Tablet, das relativ “alt” im Markt ist. Ganz einfach, nachdem ich mich relativ umfassend informiert habe, unbedingt ein Android-Gerät mit Version 3.X haben wollte, blieb am Ende nur das Xoom über. Der angemessene Preis kam hinzu. Ich habe mich für die 3G-Version entschieden, nur WLAN wird, meiner Meinung nach, diesem Gerätetyp nicht gerecht.

Ich habe jetzt mehrere Stunden mit dem Xoom gespielt. Einfach nur geil, das Teil. Zuerst war natürlich das Update auf Android 3.1 Pflicht. Große Veränderungen ergeben sich dadurch aber nicht, jedenfalls ist mir bislang nichts aufgefallen.

Geschwindigkeit ist top, ob im normalen Betrieb oder dem Betrachten von HD-Videos. Die Akkulaufzeit sieht schon mal sehr gut aus, es tut sich jedenfalls nichts am Balken ;-)

Negativ bislang: Allein das Gewicht, 730 Gramm sind doch recht ordentlich, das ist aber der tadellosen Verarbeitung und der Materialwahl geschuldet. Natürlich das Display! Sieht geil aus, weckt aber den Putzteufel. Auch in dir!

Fazit: Wie konnte ich bislang ohne Tablet leben?

Tausche große Festplatte gegen kleine SSD?

Wohin hat uns der Festplatten-Wahn geführt? Den PC für 300 Euro, aber knallen wir noch mal eine 1 TByte-Platte rein… Ok, ich habe auch Speicher satt. Nun werkelt seit einigen Monaten in meinem Desktop-Rechner eine SSD vor sich hin. Sie hat nur schlappe 128 GByte. Wie kommt man damit aus? Ganz einfach, da es Sinn macht, auf die SSD nur Betriebssystem und Programme zu installieren. Die Datenablage, falls man keinen Netzwerkspeicher zur Verfügung hat, erfolgt auf einer “normalen” Festplatte beliebiger Größe.

Sicherlich sind, auf dem MByte-Preis umgerechnet, SSDs noch teurer als die normalen SATA-Platten. Dafür liegen aber die Zugriffszeiten stellenweise um den Faktor 4 höher. Subjektives Beispiel: Der Firefox hat bei mir, trotz relativ flottem Rechner immer einige Gedenksekunden zum Start eingelegt. Jetzt genügt ein Klick und er ist da, dank SSD…

Nun kam heute mein ASUS-Subnotebook auch in den Genuß einer SSD. Da macht selbst die Neu-Installation des Betriebssystemes Spaß, die dauert nämlich nur wenige Minuten ;-)

Wer sich für eine SSD entscheidet, muss gar nicht viel beachten. Klar ist, da die SSD im 2,5-Zoll-Format daherkommt, muss man sich für den Desktop-PC einen Einbaurahmen dazu besorgen (bei diversen SSDs auch schon dabei). Ein frische Installation des Betriebssystems ist Pflicht (bei mir Windows 7), von Experimenten mit XP würde ich abraten. Unbedingt nach der Installation die Windows-Dienste “Defragmentierung”, “Superfetch” und “Windows-Search” deaktivieren. Viel Spaß!