Bibliothekartag 2014 – Tag 1

Vorab eine kurze Anmerkung zum Tag 0.  Wenn die Möglichkeit besteht, sollte man sich frühzeitig um die Formalien (Registrierung, Tasche holen…) kümmern. Dann ist zumeist noch alles entspannt.  Von wegen. Der Selbstausdruck des Namensschildes scheitert fast an zuwenig Tinte im Drucker. Kommt mir bekannt vor.

Danach die unerwartete Überraschung. In der obligatorischen Tasche wurde die Menge des …ähm… Infomaterials drastisch reduziert.  Dafür fehlte der Block, na gut.

Zwischendurch schon die ersten Meet and Greets, bekannte und (noch) unbekannte Kolleginnnen und Kollegen.

Etwas unerwartet, dass die Mitgliederversammlung des BIB bereits am 1. Tag stattfinden würde. Mal wieder Wahlen (Bundesvorstand, Herausgeber). Dazu die immer erquicklichen Satzungsänderungen.

Ich bin enttäuscht, dass eine vom Berufsverband beauftragte Rechtsanwältin mit derart unqualifizierten Aussagen auffällt („Seien sie mal froh, das wir überhaupt über diese Satzungsänderungen informieren. Müssten wir ja eigentlich auch nicht in dieser epischen Breite“). Ohne Worte.

Schade, dass der neue gewählte Bundesvorstand des BIB (Herzlichen Glückwunsch!) nur noch aus vier Personen besteht. Mag sonst wirklich keiner mehr? Bei der Herausgeberwahl hätte ich mir Veränderungen gewünscht. Bei BuB sehe ich noch viel Potenzial, durchaus kein einfacher Weg, da die Zeitschrift zukünftig in Eigenregie verlegt werden wird. Über diese Entscheidung hätte ich mir mehr Informationen gewünscht.

Über die Behandlung von Anträgen möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen. Da scheint mir für die Zukunft mehr Souveränität geboten.

Nachmittags erkundete ich die Lokalität, aber es ist durchaus ein Bibliothekartag der überschaubaren Wege. Dazu kam der eine oder andere Plausch, der unverzichtbare Besuch der Zukunftswerkstatt.

Etwas unerwartet, dass die Mitgliederversammlung des BIB bereits am 1. Tag stattfinden würde. Mal wieder Wahlen (Bundesvorstand, Herausgeber). Dazu die immer erquicklichen Satzungsänderungen.

Am Abend galt es, die Eröffnungsveranstaltung zu besuchen. Jedes Mal ringe ich mit mir, um dann doch hinzugehen. Erwähnenswert waren die musikalische Untermalung durch den „Chor Don Bleu“. Die launige Rede von Thomas Böhm, Programmleiter des internationalen literaturfestivals berlin regte zum Nachdenken an. Vielleicht mehr, als es den meisten lieb war.

Respekt nötigte mir den Auftritt des Bürgermeisters der Hansestadt Bremen und Senator für Kultur, Jens Böhrnsen, ab. Im Zweifel sind Berufspolitiker eh pro Bibliotheken, wenn sie denn schon vor Bibliothekaren sprechen müssen. Aber irgendwie hatte man den Eindruck, er würde es ehrlich meinen. Zumindest würde sich Bremen mit ganzer Kraft für Bibliotheken einsetzen (im Bundesrat)!

Wie gewohnt charmant und mit Witz die eröffnenden Worte der frisch gewählten BIB-Vorsitzenden, Kirsten Marschall. Zur Eröffnung der Firmenausstellung gab es wie gewohnt Schnittchen und diverse geistige Getränke.

[Sollten dem Autor noch Ergänzungen einfallen, werden diese hier nachträglich eingefügt und kenntlich gemacht.]

Threema – mehr als eine Alternative

Ein Messenger mit übersichtlicher Nutzeroberfläche und dazu noch mit viel Sicherheit. Das ist Threema. Threema gleicht sich automatisch mit dem Adressbuch ab, der öffentliche Schlüssel der Kontaktpartner wird vom Server heruntergeladen. Um ganz sicher zu sein, trifft man sich mit dem Chatpartner und überprüft ihren öffentlichen Schlüssel per QR-Code-Foto. Anschließend erscheinen in der Kontaktliste drei grüne Punkte und man kann sich ganz sicher sein, dass einem der Server keinen falschen Schlüssel für die E-Mail-Adresse des Freundes untergeschoben hat.
Der Austausch mittels eigener Telefonnummer ist nicht unbedingt nötig. Neue Kontakte fügt man durch Eingabe ihrer Threema-ID oder bei einem Treffen durch Abfotografieren des QR-Codes hinzu.
threema
Der Funktionsumfang ist WhatsApp durchaus ebenbürtig. Die App sieht schick aus, sie zeigt an, ob Nachrichten angekommen sind und gelesen wurden, und bietet Gruppenchats. Für den Wechsel auf ein anderes Mobilgerät erlaubt Threema ein Backup der ID, der Kontakte und aller Chats.
Obwohl Threema unter einer proprietären Lizenz steht, nutzt es die quelloffene Kryptobibliothek NaCI. Skeptiker können ihre Schlüssel und den Cyphertext der Nachrichten aus der App exportieren und selbst durch die Bibliothek jagen, um der App auf die Finger zu schauen. Negativ ist allenfalls die ab und zu verzögerte Übermittlung von Nachrichten, außerdem werden Kontaktnamen manchmal nicht angezeigt. Eine App, die einem 1,69 € (1,79 € bei iOS) wert sein sollte.

Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 2,49 €
Threema
Entwickler: Threema GmbH
Preis: 1,99 €