Bibliothekskongress 2013 – kurz angerissen

Namensschild mit Twitternamen (selbst improvisiert)

Namensschild mit Twitternamen (selbst improvisiert)

Leipzig, immer wieder einen Bibliothekskongress wert. Die Bahn pünktlich (leider nicht auf der Rückfahrt), ein tolles Hotel in der City (für abendliche Aktivitäten umbedingt zu empfehlen), nur das Wetter spielte leider nicht mit. Diesmal, Leipzig, ein Wintermärchen. Mit leichter Tendenz zu vorsibirischen Temperaturen.

Ja, es lag Schnee

Ja, es lag Schnee

Ja, auch dieses Mal ist es mir wieder passiert. Ein leichtes starkes Defizit beim Besuch von Vorträgen und Workshops. Auch für Leipzig gilt das, was ich bereits über die InetBib-Tagung schrieb. Man läuft einfach durch das Congress Center und fährt die Rolltreppen rauf und runter (in Leipzig immer ganz wichtig) und trifft altbekannte Kolleginnen und Kollegen. Oder auch ganz neue Gesichter. So z.B. einige Twitter-Kontakte, deren Existenz nun tatsächlich bewiesen ist ;-)

Twitterer - mal eben ohne Account ;-)

Twitterer – mal eben ohne Account ;-)

Rolltreppen fahren!

Rolltreppen fahren!

Leider sind auch die Probleme geblieben. Bei nachgefragten Themen herrschte, um es freundlich zu sagen, eine gewisse Raumnot. Aber das sind wir ja gewohnt. Über das kostenlose WLAN kann ich nicht urteilen, da ich stattdessen meine Flatrate strapazierte.
Themen? Natürlich, WB-lastig. Das soll aber kein Vorwurf sein. Ist eben so. Ein gewisser Mangel an Social Media-Themen fiel mir auf. Oder? Für einen Bibliothekskongress wurde dieses Mal auch erstaunlich viel getwittert. War für mich neu. Zumindest bei diesem Format.
Apropo Twitter. Das die Veranstalter es nicht schafften (?) einen eigenen Hashtag zu benennen, traurig. Hier musste die Twitter-Gemeinde selbst tätig werden und einigte sich auf #bid13. Ebenso traurig wie die Tatsache, das der Kongress selbst weder auf Facebook und Co. noch auf Twitter präsent war. Letzteres wäre doch als aktueller “Info-Kanal” eine gute Idee gewesen.

Aber, da fällt mir ein. Warum fahren wir alle Jahre nach Leipzig? Natürlich, der Festabend. In der Moritzbastei. Legendär. Gutes Essen, tolle Livemusik. Interessante Gespräche im Leipziger Untergrund. Und immer wird es spät…

Bibliothekare und Co. können auch Party ;-)

Bibliothekare und Co. können auch Party ;-)

"Blaue Stunde des BIB" - aber trotzdem mit Rotwein

“Blaue Stunde des BIB” – aber trotzdem mit Rotwein

Am Rande sei noch erwähnt, das die diesjährige Mitgliederversammlung des BIB durchaus interessant war. Hier ging es u.a. um ein (angebliches) Bashing seitens einiger BIB-Mitglieder gegen den VDB in der laufenden Sitzung. Als “Mitauslöser” gebe ich hierzu gerne persönlich Auskunft. Meinungsfreiheit gibt es nämlich auch im BIB!

Wir bestätigen analog - auf gutem alten Papier!

Wir bestätigen analog – auf gutem alten Papier!

Natürlich. Wieder kann ich mich nicht wirklich aufraffen, hier zumindest von den Vorträgen zu berichten, wo ich mir immerhin einen Platz erkämpfen konnte. Wieder mal sei auf bibliothekarisch.de verwiesen. Toll, dieses Internet!

Bis bald Leipzig. Spätestens 2016!

Zum ersten Mal InetBib-Tagung

Anfang des Jahres fasste ich den Entschluß zur 12. InetBib-Tagung nach Berlin zu fahren. Was ist InetBib? Wird hier erklärt. Also, eine Tagung zur Mailingsliste? Das Bibliothekswesen ist unergründlich ;-)

inetbib5

Eigentlich war ich skeptisch, da die Themen (wie zumeist immer auf Fachtagungen und Kongressen) zum allergrößten Teil auf den wissenschaftlichen Bibliotheksbereich ausgelegt sind. Allerdings sollten Themen wie eMedien, Open-Access, E-Books, Plagiate, Usability auch übergreifend im Bibliotheksbereich von Interesse sein. Für mich sind sie es, daher sehe ich auch meine Tagungsteilnahme als weitere Erfahrung in einem tollen Beruf.

Trotz sehr vieler interessanter Vorträge steht für mich der kollegiale Austausch im Vordergrund. Leider waren die Pausen immer zu kurz, um sich wirklich in Gespräche zu vertiefen. Daher wurde unter den Teilnehmern auch getwittert, was das Zeug hält. Das kannte ich bislang nur vom BibCamp. Ein weiterer Vorteil ist es auch, mittlerweile viele Kolleginnen und Kollegen zu kennen. Respektive die Twitter-Kontakte auch mal in realen Leben kennenzulernen.

Allerdings wäre allein schon der Festabend in Clärchens Ballhaus die Reise wert gewesen. Der nicht vorhandene Platz zwischen den Stühlen war der Kommunikation sehr förderlich, die fantastische Musik war für Augen und Sinne ein Genuß. Ebenso das schmackhafte Essen.

inetbib4

Für alle, die hier Vortragsberichte erwartet haben, sorry. Das können andere besser. So sei an dieser Stelle auf Bibliothakarisch.de verwiesen.

Fazit: InetBib 2015, ich komme!

GEZ heißt jetzt “Einfach für alle”

Ich mochte sie nie, die GEZ. Man erinnere sich nur an die fragwürdige Werbung zur Erhöhung der Einnahmen angemeldeten Haushalte. Aber wir befinden uns ja nun im Jahr 2013. Alles gut, alles besser. Die GEZ ist verschwunden. Na ja, eigentlich nur umbenannt. Sie nennt sich nun “ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice” mit dazu passender Internetadresse. Ab sofort ist also nahezu für jedermann der monatliche Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,98 Euro fällig. So kam immerhin ein Betrag von über 7,5 Milliarden Euro für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zustande (2011). Dadurch finanzieren sich die allseits bekannten Fernsehprogramme inkl. diverser Spartenkanäle, die dritten Programme und zahlreiche Radiosender plus dazugehöriger Bigbands und Orchester. Im Internet ist man natürlich auch umfangreich vertreten.

(Quelle: rundfunkbeitrag.de)

(Quelle: rundfunkbeitrag.de)

Grundversorgung?

Davon ist man mittlerweile meilenweit entfernt, das dürfte niemand ernsthaft bestreiten wollen. Auch in der Qualität hat man sich dem privaten Angebot nahezu perfekt angepasst. Über die Neutralität möchte ich mich hier nicht weiter auslassen.
Also werde ich auch dieses Jahr meinen Beitrag leisten. Hoffe aber weiterhin auf die Rückführung des ÖR-Rundfunks in geordnete Bahnen und einen “angemessenen” Rundfunkbeitrag für alle Bürger. Dann zahle ich auch wieder gerne.